Der Demoaufruf «DEATH TO ZIONISM» sorgte schon im Vorfeld für Aufregung. Schliesslich wurde die Veranstaltung auf dem Theaterplatz in Basel mit einem massiven Polizeieinsatz niedergeknüppelt.
Als das Kollektiv Basel4Palestine für den 29. August 2026 zu einer Demonstration gegen die israelische Genozidpolitik und das Schweigen der Schweizer Regierung aufrief, waren die Helfer der Israel-Lobby mit ihrer Antisemitismuskeule wieder einmal schnell zur Stelle. Der diskutable Slogan «Death to Zionism», mit dem die Veranstalter zur Aktion aufriefen, war geradezu eine Einladung an die Gegnerschaft, diesen anzuprangern und auszuschlachten. Die Jüdische Allgemeine titelte dramatisch «Gewalt-Demo fordert Tod von Menschen», die NZZ schrieb von einem «Aufruf zum Mord» und die Kantonspolizei Basel bezeichnete die geplante Demonstration als «nicht bewilligungsfähig», weil Gewalt propagiert würde.
Die Panikmache und der Vorwurf des Gewaltaufrufs von Seiten der Israel-Lobby hat System und ist völlig aus der Luft gegriffen. Das Gegenteil war nämlich der Fall: Die Demonstrantinnen und Demonstranten wollten mit ihrer friedlichen Demonstration auf die fortdauernde tödliche Gewalt, mit der Israel die Menschen in Gaza, im Westjordanland und im Libanon weiterhin Tag für Tag terrorisiert, aufmerksam machen, die Menschen in der Schweiz wachrütteln. Das Kollektiv Basel4Palestine engagiert sich seit 2024 mit Demos und Mahnwachen für die Rechte der Palästinenser:innen und übt dabei immer wieder scharfe Kritik an Israels Genozid-Politik und der Schweizer Regierung, die dazu schweigt.
Am letzten Samstag verhinderte ein überdimensioniertes Polizeiaufgebot die angekündigte Kundgebung. Zur Verstärkung der Basler Polizei waren sogar Polizist:innen mit Einsatzwagen, inklusive Wasserwerfer, aus den Nachbarkantonen Bern, Solothurn und dem Aargau angereist. Nachdem es anfänglich geheissen hatte, die Demonstrant:innen dürften ihre Kundgebung auf dem Theaterplatz durchführen, wurden die dort anwesenden rund 200 Personen ohne Vorwarnung innert kürzerster Zeit von Polizist:innen in Vollmontur eingekesselt und bis zu acht Stunden auf dem Platz festgehalten.
Die Szenen, die sich vor dem Stadttheater Basel abspielten, waren hässlich: die gewaltlosen Widerstand leistenden Demonstrant:innen wurden zu Boden gedrückt, ihre Taschen durchwühlt, die mitgebrachten Transparente und Fahnen entwendet und zerstört. Dies alles, um eine friedliche Kundgebung für Frieden im Nahen Osten zu verhindern.
Damit haben die Basler Behörden und ihre Einflüsterer massiv gegen das in der Schweizer Verfassung verankerte Recht auf Versammlungs- und Meinungsäusserungsfreiheit verstossen.
HINTERGRUND: Variationen eines Slogans
«Tod dem XXX»
Die Israel-Lobby in der Schweiz nahm den Slogan «Death to Zionism» zum Anlass, die Veranstalter des Aufrufs zu Gewalt und Mord zu bezichtigen. Obschon diese Unterstellung aus der Luft gegriffen und falsch ist, erreichte sie damit, dass sowohl die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus wie auch die Basler Politik und Polizei eine Bewilligung der Demonstration vom 29. 08. ablehnten. Aus juristischer Sicht ein Fehlentscheid, … |
Bilder der Kundgebung vom 29. August 2026 – alle Bilder © kpk.png
Diffamierungskampagne gegen die Kundgebung – alle Bilder © instagram GSI_national
Damit nicht genug: Die GSI postete auf ihrem Kanal darüber hinaus ein Video der französischen Politikerin und Direktorin der rechtslastigen international vernetzten Organisation «Combat Antisemitism Movement» (CAM) Shannon Seban. Sie hatte sich, mit einer Kufiya als anbiedernde Tarnung über den Schultern, bei den Demonstrant:innen als «unabhängige Journalistin» ausgegeben und versucht, sie vor der Kamera vorzuführen. Was jedoch gründlich misslang: Wer sich das Video unvoreingenommen anschaut stellt nämlich fest: Von Antisemitismus, Judenhass oder Gewaltaufruf keine Spur.…

























