Landwirtschaftsboom

Das jah­re­lan­ge Ringen um die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft hat ein Ende! Vorbei das Bauernsterben. Bereits zählt man über eine Million neu­er Landwirte die vol­ler Enthusiasmus auf Teufel komm raus pro­du­zie­ren, ohne Sorgen und ganz ohne Subventionen. 

Es gibt weder Verdrängungskampf, noch Nachwuchsprobleme oder Diskussionen um Milchkontingente

Diese Bauernhof-Renaissance ist einem Team jun­ger Informatiker aus Zürich zu ver­dan­ken. Sie ver­brach­ten Stunden und Tage auf her­kömm­li­chen Landwirtschaftsbetrieben, inter­view­ten Bauern, foto­gra­fier­ten Kühe und Traktore, stu­dier­ten Abläufe und Bewegungen und über­tru­gen alles Detail um Detail in die Welt des Virtuellen. 

Der so ent­stan­de­ne Landwirtschafts-Simulator legt nicht nur den Grundstein für ein neu­es Bauerntum, son­dern erlöst die Landwirte von allen Beschwerden ihrer bis­he­ri­gen Existenz

Nie mehr muss ein Bauer draus­sen in Regen, Wind oder Schnee den Elementen trot­zen. Vorbei sind die Zeiten von Stiefeln, Dreck und Gestank. An der Spielkonsole  in der war­men Stube lässt sich ange­nehm und zeit­ge­mäss bau­ern. Und läuft das Ganze wider Erwarten doch ein­mal aus dem Ruder, ret­tet sich der moder­ne Landwirt mit einem Neustart in die nächs­te Runde.

Wie revo­lu­tio­när die Entwicklung aus Zürich ist, zeigt sich erst, wenn man über den ein­zel­nen Betrieb hin­aus und in die Zukunft denkt. Haben ein­mal alle Betriebe auf vir­tu­ell umge­stellt, gibt es kei­nen Güllengestank mehr, kein läs­ti­ges Kuhglockengeläut, das Rattern der Traktoren nur noch auf dem Bildschirm. Nie mehr Angst wegen Dioxin in der Nahrungskette. Und alle Absatzprobleme der Milch- und Käseproduzenten gehö­ren der Geschichte an.

Es sei denn, die krea­ti­ven Informatiker wol­len ihr Geschäft wei­ter ent­wi­ckeln und erfin­den zum Beispiel einen Milchvermarktungs- und Emmentalerverkaufs-Simulator. Was zu hof­fen ist, denn wie wir hören, hat sich Zürich zum Ziel gesetzt, in der vir­tu­el­len Welt ganz vor­ne mit­zu­mi­schen. Mit staat­lich unter­stütz­ter Wirtschaftsförderung, wofür man ja aus der alten Milch- und Emmentalerwelt auf ein­schlä­gi­ge Erfahrungen zurück grei­fen kann.

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